Die PMIs erholen sich
Der Global Manufacturing PMI ist im September von 49,7 auf 50,9 gestiegen. Dabei handelt es sich um einen Frühindikator, der auf Befragungen von Einkaufsleitern basiert und einen Hinweis darauf gibt, wie sich die Produktion in den kommenden Monaten entwickeln könnte. Ein Wert über 50 signalisiert eine wirtschaftliche Expansion des Sektors, während ein Wert unter 50 auf eine Kontraktion hindeutet.

Die Produktion ist im August zum zweiten Mal in den letzten drei Monaten gestiegen, wobei die Expansionsrate den höchsten Stand seit 14 Monaten erreicht hat. Die Sektoren Konsumgüter, Vorleistungsgüter und Investitionsgüter verzeichneten allesamt ein Wachstum – mit kräftigen Zuwächsen insbesondere im Konsumgüter- und Investitionsgüterbereich.

Die Expansionsraten haben sich in 11 Ländern verbessert und die Rückgänge haben sich in weiteren 11 Ländern abgeschwächt. Indien, Thailand, Spanien, Kolumbien und die Vereinigten Staaten verzeichneten die höchsten Wachstumsraten, während Polen, Taiwan, Russland, Kasachstan und Brasilien die stärksten Rückgänge meldeten.
Die Sorgen über Zölle belasteten weiterhin die internationalen Handelsströme, wobei die Neuaufträge aus dem Ausland den fünften Monat in Folge rückläufig waren.
Der Preisdruck hat sich im August verstärkt: Die Anstiegsraten bei den Inputkosten und den Verkaufspreisen erreichten den höchsten Stand seit sechs bzw. vier Monaten. Besonders ausgeprägt war der Inflationsdruck in den Vereinigten Staaten, die unter den analysierten Ländern den stärksten Anstieg der Outputpreise und den zweitschnellsten Anstieg der Inputkosten (nach Rumänien) verzeichneten.
Der globale PMI für das verarbeitende Gewerbe hat sich also erholt und den Rückgang vom Juli vollständig wettgemacht. Der Index zeigte sich in den vergangenen Monaten volatil, das aktuelle Signal ist jedoch ermutigend.
Allerdings bleiben die Frühindikatoren eher pessimistisch. Sowohl der PMI-Index für die zukünftige Produktion als auch jener für neue Aufträge bleiben trotz der Erholung im Vormonat auf gedrücktem Niveau. Zudem deutet ein starker Anstieg des PMI für Lagerbestände an Fertigwaren darauf hin, dass ein Großteil des jüngsten Aufschwungs eher auf Lageraufbau als auf Endverkäufe zurückzuführen ist. Im Bausektor sehen wir weiterhin Gegenwind, insbesondere infolge der US-Zölle.
Das Basisszenario der Analysten geht entsprechend von einem wirtschaftlichen Wachstum in den kommenden Monaten aus. Anders als in früheren Phasen wird dieses Szenario jedoch nicht als sehr wahrscheinlich eingeschätzt – aufgrund der eher verhaltenen positiven Signale und auch wegen der anhaltenden Unsicherheiten im internationalen Handelsumfeld.
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